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Fliesen-ABC

Nützliche Informationen rund ums Fachchinesisch von A-Z

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Fliese aus der Serie "JOOP!" von Steuler Fliesen

Abriebfestigkeit
Je nach dem Grad der möglichen Beanspruchung werden Fliesen in folgende Gruppen eingeteilt:

1 sehr leicht für sehr leichte bis mittlere Beanspruchung, empfohlen als Wandbelag
2 leicht für Bodenbeläge, z.B. in Bad, Dusche und Räumen mit geringer Beanspruchung
3 mittel Bodenfliesen für mittlere bis starke Beanspruchung, z.B. in Wohn-, Schlaf-, Baderäumen, etc.
4 stark Bodenfliesen für stärkere Beanspruchung, z.B. in Küchen, Dielen, Wohnräumen, Büros, Hotels, Terrassen, etc.
5 sehr stark z.B. für Gaststätten, Eingänge, Büros, Hotels, Ladengeschäfte, Schulen, Verkaufsräume, etc.

Abschlussprofile
sind im allgemeinen aus Keramik, Metall oder Kunststoff und bieten Fliesenbelägen den geeigneten sinnvollen und optisch empfehlenswerten Schutz der Außenkanten.

Allergien
Die glatte geschlossene Oberfläche der Fliesen lässt den Milben, Bakterien und Sporenpilzen keine Chance zum einnisten. Durch feuchtes Aufwischen lassen sie sich, zur Vermeidung von Allergien, mühelos entfernen.

Beanspruchung
siehe Abriebfestigkeit

Bewegungsfugen
sind bautechnisch notwendige Fugen, die meist mit Silikonen geschlossen werden.

Bordüren
dienen zum einen der optischen Gestaltung, indem sie zwischen Fliesenreihen eingesetzt werden. Zum anderen bieten sie eine schöne Möglichkeit der Abgrenzung von Fliesenbelägen zu angrenzenden Belägen.

Brandgefahr
Fliesen und Platten sind nicht brennbar. Auch höhere Temperaturen machen ihnen nichts aus. Sie sind bei einer Temperatur zwischen 900 bis 1250 Gras gebrannt worden und vertragen problemlos das Absetzen heißer Gegenstände oder herabfallende Kaminglut.

Brandfarben
Achten Sie beim Kauf von Fliesen darauf. Um ein ausgeglichenes Farbspiel zu erhalten, sollten beim Verlegen die Fliesen trotz gleicher Brandfarbe aus mehreren Kartons entnommen werden.

Chemische Beständigkeit
Gegen die üblichen Haushaltschemikalien und Badewasserzusätze sind Steingutfliesen und glasierte Steinzeugfliesen prinzipiell beständig. Speziell unglasierte Steinzeugfliesen sind gegen viele Säuren und Laugen beständig und werden in Labors etc. eingesetzt.

Cotto
Dabei handelt es sich um poröse, unglasierte Fliesen aus Tonen, die je nach Herkunft entweder rot, braun oder gelb sind. Sie können nach dem Verlegen mit Naturölen und/oder speziellen Bauchemikalien grundiert und gewachst werden. Sie erreichen ihre schöne Patina im Verlauf von Jahren. Cotto ist auch unter dem Namen Terracotta bekannt. Er bietet in Verbindung mit einer Fußbodenheizung eine optimale Wärmespeicherfähigkeit und Wärmeabstrahlung.

Craquelé
Haarrisse, die bei manchen Glasuren mit besonderen Techniken als Gestaltungsmittel absichtlich herbeigeführt werden.

Dehnungs- u. Anschlussfugen
des Untergrundes werden im Fliesenbelag übernommen, z.B. mit fertigen Bewegungsprofilen oder Silikondichtmassen. Sie müssen überall dort angebracht werden, wo unterschiedliche Materialien aufeinander treffen, ebenso zur Wand hin.

Dekorplatzierung
sollte so vorgenommen werden, dass eine spätere Möblierung das geplante Gesamtbild nicht zerstört.

Dichtband
Im Eckbereich und im Bereich der Leitungsanschlüsse ist es wichtig, mit elastischem Kautschukband ausreichende Abdichtungsmaßnahmen vorzunehmen.

Einbrand
Bei diesem Verfahren wird der Fliesenscherben und die Glasur gleichzeitig einem einfachen Brennvorgang unterzogen.

Euronormen
wurden eingeführt, um die vielen Arten und Formen von keramischen Fliesen und Platten einheitlich einordnen und unterscheiden zu können.

Farbe
Ob ein Raum warm oder frisch, still oder munter, gemütlich oder kalt wirkt, hängt zum großen Teil von den Farben ab. Helle, kalte Farben bewirken Weiträumigkeit und vergrößern Räume optisch bis zu 10 Prozent. Mit Violett bis Grüngelb können Sie also Raum gewinnen. Warme Farben von Orangegelb bis Rotviolett verkleinern dagegen. Sie gehören eher in große Bäder. Ein Farbton sollte dominieren. Bei der Fliesen-Farbwahl sollten Objekte, Möbel und Textilien berücksichtigt werden.

Feinsteinzeug
ist ein keramisches Fliesenmaterial, das bei einer Temperatur von ca. 1200° gebrannt wird. Dies führt zu einer hohen Verschleißfestigkeit und chemischen Beständigkeit. Die Wasseraufnahme beträgt weniger als 0,2 % des Gewichts. Bei der Verlegung sollten vergütete Mörtel lt. Auskunft der Hersteller verwendet werden. Die polierte Oberfläche ist etwas empfindlicher gegen Flecken und sollte versiegelt werden.

Flecken
Glasierte Fliesen sind so gut wie gegen jede Art von Verschmutzungen unempfindlich. Bei Verwendung von unglasierten Fliesen wir die Anwendung von fleckstoppenden Chemikalien empfohlen.

Formate
Der Trend geht heute auch in kleinen Bädern zu großformatigen Fliesen. Das alte und völlig überholte Vorurteil, dass große Fliesen nur für große und kleine Fliesen nur für kleine Räume geeignet sind, ist durch die Praxis längst widerlegt. Ein harmonisches Fugenbild, helle und ruhige Strukturen der Wandfliesen lassen den Raum größer wirken.

Frostsicherheit
Für die Verlegung von Fliesen im Freien ist darauf zu achten, dass die ausgesuchten Fliesen die Eigenschaft "frostsicher" haben. Es gehört aber auch eine technisch richtige Verlegung dazu, um viele Jahre Freude an einem Terrassenbelag aus Fliesen zu haben.

Fugen
werden benötigt zum Ausgleich von herstellungs- und materialbedingten zulässigen Abweichungen.

Fußbodenheizung
Fliesen sind in Verbindung mit einer Fußbodenheizung eine ideale Kombination. Warme Füße sind garantiert, und für ein angenehmes und gesundes Raumklima ist gesorgt. Ein schöner Nebeneffekt sind die Energie- und Kostenersparnisse. Denn bereits geringe Vorlauftemperaturen reichen aus, um eine gemütliche Wärme zu erzielen.

Gefälle
ist zu berücksichtigen im Außenbereich Balkon und Terrasse. Nach den heutigen Normen muss ein Gefälle von 2% in Ober- und Unterbelag eingebaut werden, damit Wasser abfließen kann.

Glasur
Glasur verleiht den Fliesen eine schützende pflegeleichte Oberfläche. Die Glasur wird entweder vor dem Brennvorgang des Scherbens aufgetragen (Einmalbrand oder Monocottura) oder nach dem Brennen des Scherbens (Zweimalbrand oder Bicottura).

Grobkeramik
Damit werden im allgemeinen stranggezogene Fliesen bezeichnet. Sie besitzen ein dichtes wetterfestes Gefüge und sind dadurch besonders geeignet für frostsichere Boden- und Wandbeläge. Ein weiterer Einsatzzweck ist der Schwimmbadbau.

Kehlsockel
Die keramische Industrie bietet Formfliesen an, mit denen man Rundungen im Bereich zwischen Wand- und Bodenfliesen ausführen kann. Vorteil ist eine leichtere und hygienischere Pflege.

Klinker
Klinker sind unglasierte meist gelb bis rotbraun durchgefärbte Ziegel aus grobem Ton. Sie werden, ob ihrer Unverwüstlichkeit, gern im Außenbereich verwendet.

Mindersortierung
Geringfügig beeinträchtigte Fliesen werden als Mindersortierung ausgewiesen und verkauft. Auf Mindersortierungen gibt es von den Herstellern keine Garantieverpflichtungen.

Mosaik
Bei Mosaik handelt es sich im Prinzip um kleine Steinzeugfliesen bis ca. 10x10 cm Größe, die auf Netzen aufgeklebt werden. Je nach Wunsch kann Mosaik gleichmäßig formatiert sein, Quadrate, Rundstücke oder auch unregelmäßige Formen sind möglich.

Naturstein
Millionen Jahre alt, setzt sich aus verschiedenen Materialien zusammen. Abhängig von der Entstehung wird im wesentlichen unterschieden zwischen Granit und Marmor.

Oberflächenveredelung
Technologische Fortschritte ermöglichen es mittlerweile Fliesen mit veredelten Oberflächen zu versehen. Vorteil: weitere Erleichterung der ohnehin einfachen Reinigung bis hin zu antibakteriellem Schutz.

Raumgestaltung
Raumproportionen lassen sich durch geschickte Gestaltung optisch beeinflussen.
Wenn ein Raum höher wirken soll:
Decke sehr hell, Wände und Boden mittelhell
Wenn ein Raum niedriger wirken soll:
Decke dunkler, Wand und Boden heller
Raum soll schmaler oder kürzer wirken:
Zwei gegenüberliegende Wände dunkler als die beiden anderen, Boden und Decke hell

Reservematerial
Bei der Fliesenbestellung sollte immer eine Mehrmenge von 5% Reservematerial berücksichtigt werden. Damit lässt sich das notwendige Zuschneiden von Fliesen bewerkstelligen und es bleiben für spätere Reparaturarbeiten noch Fliesen übrig.

Ritzhärte
Maß für die Widerstandsfähigkeit keramischer Glasuren gegen Kratzbeanspruchung.

Rutschhemmung
In Bereichen, in denen es auf Trittsicherheit besonders ankommt, sollten Fliesen mit speziell rauen Oberflächen verwendet werden. Im gewerblichen Bereich gibt es die Bewertungsklassen R9 bis R13, im Barfußbereich werden die Gruppen A, B und C verwendet. Wir können Ihnen bei Anfragen gerne die für Ihren Anwendungsbereich vorgeschriebene Bewertungsklasse nennen.

Sortierung
Fliesen werden einer Qualitätskontrolle und Sortierung unterzogen bevor sie in den Handel kommen. Fliesen mit leichten Mängeln werden als Mindersortierung verkauft.

Spaltplatten
Spaltplatten kommen paarweise aus der Strangpressanlage und werden erst nach dem Brand gespalten. Vorteil dieser Technik ist eine hervorragende Eignung für die Verlegung im Freien. Es ist die klassische Industriekeramik für Schwimmbäder, Brauereien und die Lebensmittelindustrie. Formstücke wie z. B. Hohlkehlen und Beckenrandsteine lassen sich problemlos herstellen.

Steingut
Als Steingut (EN 159) bezeichnet man Keramik, deren "Scherben" nach dem Brand bei ca. 950° - 1100° eine Wasseraufnahme von mehr als 10 % aufweist. Vorteil ist die gute Bearbeitbarkeit.

Steingut ist nicht frostfest und deshalb ist die Anwendung auf den Innenbereich beschränkt. Heute wird meistens direkt nach der Pressung flüssige Glasur aufgespritzt oder mittels Sieben Muster aufgetragen.

Steinzeug
Im Gegensatz zum Steingut wird der Scherben bei 1150° - 1300° C gebrannt. Dadurch erreicht man eine höhere Dichte, geringere Wasseraufnahme und bessere mechanische Festigkeit. Steinzeug ist meist frostfest. Die Herstellung durch Pressung, und die Glasurverfahren sind analog dem Steingut zu sehen. Glasuren oder Oberflächenvergütungen verringern die Fleckempfindlichkeit der Oberfläche drastisch. Anwendungsbereich ist die gesamte Vielfalt der Keramik im Innen- und Außenbereich für private und gewerbliche Bereiche.

Terracotta
siehe Cotto

Trittsicherheit
siehe Rutschhemmung

Verdrängungsraum
Verdrängungsraum nennt man den offenen Hohlraum unterhalb der Gehebene. Bodenbeläge in Arbeitsbereichen mit hoher Rutschgefahr benötigen Fliesen mit Verdrängungsräumen von V4 bis V10.

Verfugung
Der zeitliche Abstand zwischen dem Verlegen und Verfugen sollte bei Verwendung von normalen Fliesenklebern ca. 24 Stunden betragen. Bei Schnellklebern kann teilweise bereits nach einer Stunde verfugt werden.

Wasseraufnahme
Maß für die offene Porosität eines keramischen Erzeugnisses:
Steingut: weniger als 20%
Steinzeug: weniger als 3%
Feinsteinzeug: weniger als 0,5%

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Weblinks

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