Kachelofensysteme
3 unterschiedliche Systeme werden unterschieden
Grundofen
Dieser Ofentyp zeichnet sich durch eine anhaltende, gleichmäßige
Heizleistung aus.
Der
Grundofen ist ein Speicherofen. Sein Feuerraum nimmt meist eine
größere Menge Brennholz auf und ist direkt an einen schweren,
feuerfesten Massekörper angebaut. Die Heizgase durchströmen
diesen Speicherblock und laden somit den Ofenkörper auf. Die
Wärme wird in keramischen Nachheizflächen gespeichert
und über den Kachelmantel langsam als langanhaltende Strahlung
wohltuend abgegeben.
Der Grundofen braucht länger (bis 3h), bis er reagiert; dafür
bleibt er über viele Stunden warm.
Warmluftofen
Der Warmluftofen kann schnell große Heizleistungen erzeugen.
Der
Feuerraum sowie die metallischen Nachheizflächen, durch welche
die Heizgase zur Abkühlung geleitet werden, stehen frei in
der Ofenhülle. Kühlere Raumluft strömt in den unteren
Bereich der Ofenhülle und erwärmt sich an den Heizflächen.
Die so erhitzte Luft wird über Warmluftgitter oder Schächte
in den Wohnbereich geleitet.
Der Warmluftofen gibt schon wenige Minuten nach dem Anheizen seine
Wärmeleistung ab, kühlt jedoch auch schneller wieder ab.
Kombiofen
Dieser Ofen ist eine Vermischung beider Prinzipien, mit den Vorteilen
einer schnellen Wärmeabgabe und gleichzeitigen Speicherung
von Heizenergie.
Er
besitzt sowohl Raumluftführungen als auch keramische Speicherflächen,
die den Kachelmantel erwärmen. Ein frei stehender Feuerraum
(gusseiserner Heizeinsatz) leitet seine Heizgase in einen gemauerten
Speicherblock wie beim Grundofen. So wird eine schnellere Anheizreaktion
in Verbindung mit einer langen Strahlungswärme ermöglicht.
Alle Kachelofensysteme lassen sich selbstverständlich auch
mit einer größeren Glastür zum Feuerraum ausstatten.
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